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| Geschlossene Fonds - Vorteile und Nachteile |
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Bei den geschlossenen Fonds handelt es sich um Beteiligungen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Damit wird auch gleich ein Nachteil der geschlossenen Fonds deutlich, wenn ein Investor seine Anteile schnell verkaufen muss, kann er auf unerwartete Probleme stoßen. Ursprünglich sind die geschlossenen Fonds als Steuersparmodelle geschaffen worden. Im Gegensatz zu den offenen Fonds werden die Anteilseigner des geschlossenen Fonds (Zeichner) selbst unternehmerisch tätig, was weitreichende Verpflichtungen beinhaltet. Lange Zeit war das Image der geschlossenen Fonds negativ behaftet, ging es doch offenbar nur darum, beispielsweise dem investierenden Handwerksmeister oder dem Arzt durch die langfristige Kapitalanlage in den Fonds, Verluste zu beschaffen, die die Steuerlast drückten. Aus diesem Grund beschloss die Bundesregierung im Herbst 2005 Verbote für viele Arten der Steuerspar-Fonds und so gibt es heute beispielsweise keine Medienfonds zur Finanzierung von Filmen mehr. Die geschlossenen Fonds, die heute noch aufgelegt werden, weisen ein völlig neues Image auf. Jetzt stehen bei den geschlossenen Fonds überwiegend Investments in Immobilien, alternative Energien (Solar- und Windanlagen), gebrauchte Lebensversicherungen oder Private Equity (Unternehmensbeteiligungen) im Vordergrund. Wichtigster Faktor ist jetzt bei den geschlossenen Fonds - wie bei den anderen Fondsarten - die Rendite. Das Grundprinzip bei den geschlossenen Fonds unterscheidet sich allerdings deutlich von dem der offenen Fonds. Wird bei den offenen Fonds möglichst viel Kapital bei den Anlegern eingesammelt, geht es beim geschlossenen Fonds um das Erzielen einer festgelegten Einlagesumme, die als Kapital für den Bau einer bestimmten Immobilie oder zur Errichtung eines bestimmten Windparks benötigt wird. Wenn die angestrebte Kapitalsumme erreicht wurde, wird der Fonds geschlossen und nur die Anleger, die bis Dato in den Fonds investiert haben, kommen in den Genuss der anvisierten Gewinne. Die Kapitalanleger sind über den Fonds entsprechend des Anteils direkt an einem Schiff, einem Flughafen oder einem Windpark beteiligt inklusive aller Risiken, die durch den jeweiligen Betrieb entstehen können. Heutzutage müssen Sie nicht mehr zwangläufig bis zum Laufzeit-Ende des geschlossenen Fonds warten, wenn Sie Ihr Kapital benötigen. Mittlerweile gibt es den so genannten Zweitmarkt für den Kauf und Verkauf geschlossener Fondsanteile. Bei einem Investment in einen geschlossenen Fonds sollten Sie immer bedenken, dass Sie damit eine unternehmerische Beteiligung eingehen und damit auch alle Risiken des Unternehmens mittragen müssen. Im schlimmsten Fall kann ein Totalverlust resultieren. |


