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Rohstoffe als Investment - eine Einführung |
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Rohstoffe haben in den letzten Jahren aufgrund ihrer Verknappung immer mehr an Bedeutung gewonnen. Wurden Kapitalanleger, die in den achtziger oder neunziger Jahren ihr Geld in Rohstoffen wie Öl, Silber oder Gold anlegten, noch belächelt und nicht wirklich ernst genommen, eröffnet ein Investment in Rohstoffe heutzutage beste Ertragschancen.
Die Rohstoffmärkte erlebten vor allem nach der Jahrtausendwende ein regelrechtes Comeback. Während sich die neuen Märkte täglich mit Tiefstständen überboten, erreichte der Preis für Erdöl binnen weniger Jahre eine Verdoppelung. Ebenso rasant konnte ein deutliches Wachstum beim Rohstoff Gold beobachtet werden. Zudem sorgte der Hunger nach Rohstoffen in den rapide schnell wachsenden Volkswirtschaften Asiens – angeführt von China und Asien – für eine unglaubliche Nachfrage nach Rohstoffen insbesondere nach Industriemetallen, was zu einer Verknappung auf den internationalen Märkten führte.
Gehandelt werden heute die unterschiedlichsten Rohstoffe. – Von klassischen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Gold, Silber, Stahl, Eisenerz und diversen Industriemetallen und Industrierohstoffen über Kohle, Diamanten, Wasser und Wein bis hin zur Geldanlage in regenerative Energien oder Agrarrohstoffe – so genannte Soft Commodities. |
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Weitere Informationen zu Rohstoffen |
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Rohstoffe
Investitionen in Rohstoffe gehören in diesen Zeiten zu den interessantesten spekulativen Anlageobjekten überhaupt. Rohstoffe sind wichtige Industriegüter, werden für die Ernährung der Bevölkerung weltweit benötigt und haben in Form von Edelmetallen auch einen Wert an sich. Nach den großen Krisen des vergangenen Jahrzehnts sind die Aktienmärkte und auch die Währungen der wichtigen Wirtschaftsnationen für Anleger kein sicherer und berechenbarer Tipp mehr. Sicher ist jedoch, dass die Rohstoffmärkte zurückkommen. Denn alle Experten sagen voraus, dass das 21. Jahrhundert vom Kampf um die Rohstoffe geprägt wird. Das liegt keineswegs nur an den nahezu erschöpften Vorräten an Erdöl. Vielmehr steigt der Bedarf an allen für die industrielle Produktion wichtigen Rohstoffen, da die Schwellenländer China, Indien und Brasilien mit ihren großen Bevölkerungszahlen den letzten Entwicklungsschritt zu Industrieländern schaffen werden und vor diesem Hintergrund ihren Rohstoffhunger stillen müssen. Eine besonders wichtige Rolle werden die Agrarrohstoffe spielen. Die Weltbevölkerung wird ungeachtet der Stagnation in Europa weiterhin zunehmen. Die meisten asiatischen Länder, aber auch die beiden amerikanischen Kontinente, weisen eine deutlich positive Bevölkerungsentwicklung auf. Der sich aus dieser Entwicklung ergebende zunehmende Bedarf an Lebensmitteln wird sich auf die Preise der Rohstoffe auswirken.
Die längste Tradition auf dem Rohstoffmarkt zumindest vor dem Hintergrund der Wertanlage und der Spekulation haben die Edelmetalle, vor allem Gold und Silber. Gold hatte in allen Hochkulturen der Menschheit eine besondere Bedeutung als Tausch-, Wertaufbewahrungs- und Bezahlmittel. In der aktuellen Krisenzeit setzen viele Anleger auf Gold, um ihr Vermögen vor Inflationsverlust zu schützen. So ist der Goldpreis heute nominell höher bewertet als jemals zuvor. Edelmetallfachleute sagen auch für Silber einen deutlichen Preisanstieg voraus. Denn Silber hat auf Grund seiner elektrischen und thermischen Leitfähigkeit und der hundertprozentigen Lichtreflektion auch eine Bedeutung als industrieller Rohstoff. Platin weist ebenfalls eine doppelte Funktion auf. Das weißlich-graue Edelmetall wird von Anlegern zur Werterhaltung in Barren oder Münzen erworben. Als Folge seiner Katalysator-Eigenschaften spielt Platin in der Automobilindustrie eine große Rolle. Darüber hinaus wird Platin in der Raumfahrtindustrie, beim Apparatebau und im Rahmen der Chemotherapie in der Medizin eingesetzt. Weitere unverzichtbare metallene Rohstoffe, ohne die sich keine industrielle Volkswirtschaft entwickeln kann, sind Aluminium, Kupfer, Nickel, Palladium oder Zinn. Auch Stahl- und Eisenerz sind von grundlegender Bedeutung und werden in wirtschaftlichen Wachstumsphasen zu sehr hohen Preisen auf dem Weltmarkt angeboten. Außerdem werden zahlreich Rohstoffe gehandelt, die gemeinhin zwar weniger bekannt sind, aber von Rohstoffanleger keinesfalls außer Acht gelassen werden dürfen. Dazu gehören Cadmium, das zur Herstellung von Akkus benötigt wird, Gallium, das als Quecksilber-Ersatz dient, oder Titan als unersetzlicher Legierungsbestandteil für Stahlprodukte.
Schon seit Jahrtausenden werden Agrarrohstoffe gehandelt. Heute zählen die landwirtschaftlichen Produkte zu den Soft Commodities. Die Preisentwicklung der Rohstoffe auf dem Agrarsektor hängt von der Nachfrage der Verbraucher ab, aber natürlich genauso vom Angebot. Und das ist auch über kürzere Zeiträume hinweg nicht immer sicher vorauszusagen. Denn vor allem die Klimabedingungen haben einen großen Einfluss auf den Ernteertrag des jeweiligen Rohstoffs. Die wichtigsten Agrarrohstoffe wie Weizen, Kaffee, Orangensaft, Zucker, Mais, Holz oder Baumwolle werden an speziellen Börsen gehandelt. Für Anleger stehen spezielle Rohstoffinvestments bereit, die jedoch nicht immer ohne Risiko sind. |
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