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Börsenlexikon auf Trading.de

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Begriff Definition
Vor allem für Newcomer und Anfänger ist das Betreten des Börsenparketts oft recht schwierig, da die Börse ihre eigene Sprache zu sprechen scheint. - Beim Lesen eines Fachartikels reihen sich oft unbekannte Begriffe und Fachwörter aneinander, so dass mitunter ein richtiges Verständnis nur schwer bis gar nicht möglich ist.

Im Börsenlexikon von Trading.de wollen wir Ihnen aus diesem Grund die Möglichkeit geben, die geläufigsten Börsenbegriffe und Finanztermina kennenzulernen und zu verstehen. - Sie finden verständliche Definitionen zu jedem einzelnen Ausdruck und erfahren gleichzeitig wichtige Abkürzungen und Synonyme. Weitere im Börsenlexikon erklärte Fachbegriffe im Definitionstext sind zudem als Links gekennzeichnet und können zur Vertiefung einfach angeklickt werden.

Wenn Sie sich quer durch das Börsenlexikon geklickt haben, werden Ihnen viele Zusammenhänge deutlicher erscheinen. Am Ende werden Sie problemlos Fachartikel lesen und verstehen können und auch Gesprächen zwischen Börsianern mühelos folgen können.
A la baisse
Die Bezeichnung a la baisse steht für eine Spekulation auf fallende Wertpapierkurse, Warenpreise oder Devisenkurse.
A la hausse
Eine Spekulation a la hausse beruht auf der Annahme, dass die Kurswerte für betroffene Devisen, Waren oder Wertpapiere stark steigen werden.
Abbröckeln
Beim Begriff abbröckeln handelt es sich um einen Ausdruck, der die Tagesverfassung an der Börse beschreibt. Abbröckeln bedeutet, dass Kurse vereinzelt zurückfallen, obwohl sie zuvor gestiegen waren.
Abgabedruck
Abgabedruck bezeichnet eine Börsensituation, wo das Angebot an Wertpapieren die Nachfrage danach drastisch übersteigt, was fallende Kurse zur Folge hat. Abgabedruck kann sich sowohl auf bestimmte Wertpapiere oder Wertpapiergruppen als auch auf den Gesamtmarkt beziehen.
Absolute Return Fonds
Absolute Return Fonds sind eine noch relativ junge Fondsart und werden auch mit dem Wort Superfonds beschrieben. Zu den positiven Merkmalen der Absolute Return Fonds gehört ihre relative Sicherheit und ihre fast gänzliche Ungebundenheit in Bezug auf die Assets (Anlagegüter). Zu den Assets innerhalb eines Absolute Return Fonds können Renten, Aktien, Derivate oder Immobilien gehören. Damit hat der Fondsmanager ein hohes Maß an Flexibilität, um beispielsweise auch bei fallenden Kursen durch den Einsatz derivativer Anlageprodukte Gewinne erzielen zu können. Absolute Return Fonds weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit Hedgefonds auf, dürfen aber im Gegensatz dazu zur Verstärkung der Hebelwirkung kein übermäßiges Fremdkapital aufnehmen, was die Risiken begrenzt.
Abwärtstrendlinie
Der Begriff Abwärtstrendlinie kommt aus der technischen Analyse und bezeichnet eine Linie, die im Chart durch aufeinander folgende Hochs im Kurs von links oben nach rechts unten gezogen wird. Dabei wird der Abwärtskurs dadurch ersichtlich, dass jedes der Kurshochs niedriger liegt als das vorangehende. Wenn der aktuelle Kurs die Abwärtstrendlinie durchbricht, so wird dieses als Zeichen für ein Ende des nach unten orientierten Trends gewertet.
Abwertung einer Währung
Man spricht von einer Abwertung einer Währung, wenn sich ihr Außenwert verschlechtert. Im Bezug auf Deutschland, wo eine Preisnotierung der Wechselkurse vorgenommen wird, heißt eine Abwertung des Euro gegenüber einer Auslandswährung, dass der Wechselkurs steigt. Liegt der umgekehrte Fall vor, wird von einer Aufwertung der Währung gesprochen.
Abwicklung
In der Börsensprache steht der Begriff Abwicklung synonym für die Durchführung und Realisierung von Wertpapiergeschäften. Im Bereich des Aktienrechts findet der Ausdruck Abwicklung nach der Liquidation (Auflösung) einer Aktiengesellschaft Verwendung. Er steht für die Befriedigung der Gläubiger und die Verteilung des Vermögens der Gesellschaft an die Aktionäre.
Ad-hoc Mitteilung
Das Wertpapierhandelsgesetz sieht in §15 vor, dass kursrelevante Nachrichten unverzüglich veröffentlicht werden müssen, damit die einheitliche Versorgung mit Informationen aller Marktteilnehmer sichergestellt ist. Dabei handelt es sich um alle Nachrichten, die dazuführen könnten, dass der Kurswert an deutschen Börsen von zu Emission zugelassenen oder notierten Wertpapieren erheblich beeinflusst wird. Diese Nachrichten werden als Ad-hoc Mittelungen oder Ad-hoc Informationen bezeichnet. Ihre Veröffentlichung liegt in der Verantwortung des jeweiligen Unternehmens.
Additionsmethode
Die Additionsmethode oder auch das Additionsverfahren wird in der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft bei Wahlen als Abstimmungsverfahren herangezogen. Bei der Additionsmethode werden alle abgegebenen Ja- und Nein-Stimmkarten gesondert gezählt. Üblicherweise werden Stimmenthaltungen dabei nicht erfasst. – Sie zählen als nicht abgegebene Stimmen.
Advance/Decline-Linie
Die Advance/Decline-Linie (oder kurz: ADL) ist ein bedeutender Indikator in der technischen Wertpapieranalyse. Die ADL zeigt den Unterschied zwischen der Anzahl der gestiegenen (Advances) und der Anzahl der gesunkenen (Declines) Aktien an und bringt damit zum Ausdruck, ob eine generelle Tendenz an der Börse von einer kleinen oder großen Gruppe von Aktien gestützt wird.
Affidavit
Beim Affidavit handelt es sich um eine schriftliche Bescheinigung, die in der Regel von einer Bank ausgestellt wird und die Besitz und Herkunft eines Wertpapieres belegt.
Agio
Der Begriff Agio definiert bei Anleihen den Unterschied zwischen dem niedrigeren Nennwert und dem höheren Ausgabepreis bzw. dem Kurswert. Es ist üblich, dass das Agio in Prozent ausgewiesen wird. In Bezug auf Optionsscheine ist das Agio die Differenz zwischen innerem Wert und Kurswert, falls der Kurswert über dem inneren Wert liegt. Liegt der Sachverhalt entgegengesetzt spricht man vom Abgeld oder Disagio. Bei der Ausgabe von Aktien ist beispielsweise bei Kapitalerhöhungen ein deutliches Agio üblich. Eine Ausgabe von Aktien mit Disagio – also zu einem Preis unter Nennwert – ist nach deutschem Recht verboten.
Airbag-Zertifikat
Airbag-Zertifikate bieten bis zu einer festgelegten Untergrenze Schutz vor Kursverlusten, gewährleisten meist jedoch trotzdem eine unbegrenzte Beteiligung an Kurssteigerungen des vorliegenden Basiswerts. Es kann hingegen in Abhängigkeit von Größen wie Dividendenrendite, Restlaufzeit und Volatilität des Basiswerts dazu kommen, dass der Anleger nicht zu 100% von den Steigerungen des Kurses des Basiswerts profitiert.
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