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| Begriff | Definition |
|---|---|
| Aktienanalyse |
Von Aktienanalyse wird gesprochen, wenn Aktien vor dem Hintergrund einer geplanten kurzfristigen oder langfristigen Geldanlage untersucht werden. Die Aktien werden bewertet, um eine Informationsgrundlage für einen Kauf oder Verkauf zu erhalten. Dabei wird eine bestimmte Aktiengesellschaft bzw. ihre Aktie nach festgelegten Kriterien überprüft. Der Aktienanalyst versucht dabei, aus zurückliegenden und aktuellen Daten Rückschlüsse auf die Entwicklung in der Zukunft zu ziehen.
In der Aktienanalyse wird nach Fundamentalanalyse und technischer Aktienanalyse unterschieden. – Bei der Fundamentalanalyse werden Daten die das Unternehmen betreffen herangezogen. Dazu gehören beispielsweise Umsatz, Gewinn, Gewinnmargen, Produkte, Marktanteile oder die Dividendenrendite. Zusätzlich wird in der Fundamentalanalyse auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld betrachtet. Bei der technischen Aktienanalyse geht es vor allem um die Beobachtung und Bewertung der Kurs- und Umsatzverläufe der Aktie. Beide Analyseverfahren unterliegen generell unterschiedlichen Herangehensweisen, können sich aber in Kombination sinnvoll ergänzen. Als weitere Methode der Aktienanalyse gibt es auch noch die Bewertung im Portfolio-Kontext.
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| Aktienanleihe |
Bei Aktienanleihen handelt es sich von der Struktur her sozusagen um eine Kombination aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien. Aktienanleihen sind an den Kurswert der eingebundenen Aktie gekoppelt. Wenn die Aktienanleihe das Ende der Laufzeit erreicht hat, bekommt der Anleger eine Zinszahlung, die meist erheblich über dem in diesem Moment üblichen, erzielbaren Zinsniveau herkömmlicher Anleihen liegt. Falls der Aktienkurs jedoch am Stichtag einen festgelegten Wert unterschreitet, wird die Zahlung nicht entsprechend des Nennwertes der Anleihe ausgeführt. Der Anleger erhält stattdessen eine bereits bei der Emission genau festgelegte Stückzahl an Aktien. Anleger sollten sich also nicht vorschnell von den vermeintlich hohen Zinserträgen verführen lassen, sondern sich bewusst machen, dass die Geldanlage in Aktienanleihen durchaus mit Risiken verbunden ist. Fallen die Zinseinnahmen niedriger aus als der Kursverlust der Aktien bis zum Stichtag, sind unter dem Strich Verluste zu verbuchen.
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| Aktienarten |
Aktien lassen sich einerseits nach dem Aspekt der Übertragbarkeit unterscheiden. - Dabei gibt es folgende Aktienarten: Inhaberaktien, Namensaktien und vinkulierte (gebundene) Namensaktien. Die Übertragung von Namensaktien erfolgt durch eine einfache Einigung und Übergabe. Derjenige, der die Urkunde präsentiert (Inhaber), hat sämtliche Aktionärsrechte inne. Bei Namensaktien ist der Eigentümer der Aktie auf der Aktienurkunde vermerkt. Für die Übertragung des Eigentums an einer Namensaktie ist ein sogenannter Übertragungsvermerk (auch: Indossament) erforderlich, der auf der Rückseite des Aktienmantels vorgenommen wird. Für die Weitergabe vinkulierter Namensaktien wird zusätzlich zum Übertragungsvermerk auch noch die Zustimmung zur Besitzübertragung durch die Aktiengesellschaft benötigt.
Anderseits können Aktien nach dem Aspekt des Stimmrechts unterschieden werden. – In diesem Fall differenziert man nach folgenden Aktienarten: Stammaktien und Vorzugsaktien. Dabei verbriefen Stammaktien ein volles Stimmrecht auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Bei Vorzugsaktien ist in der Regel das Stimmrecht ausgeschlossen. Zum Ausgleich ist die Dividende bei Vorzugsaktien meist höher, bzw. eine Garantiedividende festgelegt. Daneben kommen den Vorzugsaktien weitere Vorrechte zu, beispielsweise eine bevorzugte Behandlung im Falle einer Liquidation der Aktiengesellschaft. In anderen Ländern können die rechtlichen Bestimmungen in diesem Zusammenhang von denen in Deutschland abweichen.
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| Aktienfonds |
Bei Aktienfonds werden die Mittel des Fonds in der Hauptsache in Aktien angelegt. Im Prinzip können Aktienfonds alle Aktien kaufen, die am geregelten Markt, an den amtlichen Börsen und an anderen organisierten Märkten im In- und Ausland gehandelt werden. Die jeweiligen Anlagegrundsätze können jedoch Einschränkungen oder Spezialisierungen auf festgelegte Aktienmarktsegmente oder Aktienmarktgruppen (z. B. Branchenfonds) vorgeben.
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| Aktiengesellschaft |
Die Aktiengesellschaft ist eine Handelsgesellschaft, die über eine eigene Rechtspersönlichkeit (juristische Person) verfügt und deren Aktionäre (Gesellschafter) mit ihren Einlagen am Grundkapital beteiligt sind. Hinter dem Namen des Unternehmens steht der Zusatz AG. Das Grundkapital dieses Unternehmens besteht aus Aktien.
Eine persönliche Haftung der Aktionäre besteht nicht. Bei Aktiengesellschaften haftet allein das Grundkapital (auch: Aktienkapital) für die Verbindlichkeiten, was bedeutet, dass die Aktionäre nur mit ihrer Einlage haften, die dem Nennwert der Aktie(n) entspricht. In einer Aktiengesellschaft gibt es verschiedene Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. In sämtlichen Industriestaaten gibt es die Rechtsform der Aktiengesellschaft, allerdings gibt es bei den diesbezüglichen rechtlichen Reglementierungen Unterschiede.
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| Aktienindex |
Der Aktienindex ist eine Kennzahl, die die Entwicklung eines aus verschiedenen – in der Regel gewichteten – Aktien zusammengesetzten Portfolios darstellt.
Bei den Aktienindizes wird nach Aktienkursindizes und Aktienperformanceindizes unterschieden: Ein Aktienkursindex beschränkt sich in der Wiedergabe auf die reine Kursentwicklung des abgebildeten Aktienkorbes. Ein Aktienperformanceindex dient der Darstellung der Wertentwicklung des abgebildeten Aktienkorbes und ist aus diesem Grund dividendenbereinigt und bezugsrechtbereinigt.
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| Aktienmarkt |
Der Begriff Aktienmarkt umschreibt allgemein alle Formen der Organisation im Bereich des Aktienhandels. Der Aktienhandel findet an der Börse (Kassamarkt) oder außerhalb der Börse (XETRA-Handel oder Telefonhandel) statt. In Deutschland gibt es eine Aufteilung des Kassamarktes an der Börse in drei Marktsegmente: Freiverkehr, Geregelter Markt und Amtlicher Handel.
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| Aktienoptionsplan |
Leitende Mitarbeiter erhalten in vielen Aktiengesellschaften Aktienoptionen, welche ihnen das Recht einräumen, Aktien des Unternehmens nach Verstreichen einer festgelegten Zeitspanne zu einem bestimmten Preis zu kaufen. - Wobei sich dieser Preis bei einer wirtschaftlich erfolgreich agierenden Aktiengesellschaft deutlich unter dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Kurswert befindet. Man spricht im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktienoptionen an Mitarbeiter von einem Aktienoptionsplan. Zweck von Aktienoptionsplänen ist die Bindung wertvoller Mitarbeiter an das Unternehmen und eine an den Firmenerfolg gekoppelte Vergütung. Es wird vielfach kritisiert, dass amerikanische Unternehmen die Kosten solcher Aktienoptionspläne nicht als Kosten bilanzieren und auf diese Weise ihre Gewinne deutlich höher ausweisen, als bei einem Auftauchen dieser Kosten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
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| Aktienoptionsschein |
Bei einem Aktienoptionsschein handelt es sich um einen Optionsschein, der als Basiswert eine Aktie hat. Aktienoptionsscheine sind in der Regel sehr stark als Kaufoptionsscheine (Berechtigung zum Bezug der jeweiligen Aktie) verbreitet und weniger als Verkaufsoptionsscheine. Es gibt neben den Aktienoptionsscheinen im klassischen Sinne, die in Verbindung mit einer Optionsanleihe ausgegeben werden, auch die so genannten Covered Warrants, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen haben und mittlerweile den klassischen Aktienoptionsscheinen anzahlmäßig weit überlegen sind.
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| Aktienregister |
Die Führung eines Aktienregisters ist für Aktiengesellschaften, die Namensaktien emittiert haben, verpflichtend vorgeschrieben. Im Aktienregister wird jeder Aktionär mit Namen, Geburtsdatum und seiner Adresse gelistet. Das Aktienregister bietet die Möglichkeit, die Aktionärsstruktur zu erfassen und Veränderungen nachzuvollziehen. Alle Aktionäre haben das Recht der Aktiengesellschaft gegenüber auf Auskunft der jeweiligen personenbezogenen Einträge im Aktienregister.
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| Aktienrückkauf |
Beim Aktienrückkauf handelt es sich um einen Rückkauf der eigenen Aktien an der Börse durch die Aktiengesellschaft (das Unternehmen). Ziel dieser Maßnahme ist es, das Volumen der umlaufenden Titel zu verringern und damit den Kurswert für eine einzelne Aktie zu erhöhen. In den USA ist der Aktienrückkauf schon lange üblich. In Deutschland wurde dieses Vorgehen erst vor Kurzem zugelassen.
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| Aktienrückkaufrendite |
Die Aktienrückkaufrendite bezeichnet die prozentuale Verminderung des Aktienkapitals einer Aktiengesellschaft, die Aktienrückkäufe tätigt. Weil sich die Zahl der ausstehenden Aktien verringert, steigt der Anteilswert je verbliebener Aktie (bei ansonsten unveränderten Bedingungen).
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| Aktionär |
Als Aktionär wird der Eigentümer von Aktien einer Aktiengesellschaft bezeichnet. Der Aktionär ist damit Gesellschafter beziehungsweise Miteigentümer des Unternehmens.
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| Aktionärsbrief |
Beim Aktionärsbrief handelt es sich um eine schriftliche Mitteilung der Aktiengesellschaft an die Aktionäre, die regelmäßig oder sporadisch erfolgen kann. Der Aktionärsbrief informiert über den Verlauf der Geschäfte und weitere für die Aktionäre relevante Ereignisse und Entwicklungen.
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| Aktives Portfolio-Management |
Bei einem aktiven Portfolio-Management versucht der Anleger, das Portfolio so aufzubauen, dass eine bessere Performance als bei einem entsprechenden Vergleichsmaßstab (Benchmark-Portfolio) erreicht wird. Das aktive Portfolio-Management ist meist eine Anlagestrategie, die auf der Analyse und Prognose der Wertpapierkurse (Rentenwerte und Aktienwerte) und der Entwicklung auf dem Wertpapiermarkt basiert.
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