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Daytrading - Den Markt genau im Auge
Daytrading

Beim Daytrading werden in der Regel - in Abhängigkeit von der jeweiligen Handelstaktik - viele Trades an der Börse abgewickelt. Der Daytrader hält dabei die gewählte Position je nach Situation meist nur für wenige Sekunden oder Minuten und stellt diese danach wieder glatt. Durch diese Schwankungsbreite (Volatilität) der Märkte probiert der Daytrader seine Gewinne einzufahren. Dabei ist es völlig egal, ob der gewählte Markt (z.B. der DAX-Future) zum Zeitpunkt des Einstiegs steigt oder fällt. Als Daytrader muss man sich nur die richtige Position aussuchen.

Wenn man beim Daytrading auf fallende Kurse spekuliert, geht man in der Börsensprache "short". Rechnet man dagegen mit steigenden Kursen, geht man long. Das moderne System beim Daytrading bietet jederzeit die Möglichkeit die Position zu drehen und sich so der Marktbewegung anzupassen.

 


Für das Daytrading eignet sich beispielsweise der Handel mit Futures. Bei einem Future handelt es sich um ein künstlich geschaffenes Börseninstrument. Der Future erfüllt seine Aufgabe im Börsengeschehen, indem er eine bestimmte Nachfrage abdeckt. Futures definieren sich hinsichtlich der Menge, der Qualität, des Liefertermins und durch einen standardisierten Terminkontrakt, bei welchem zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft ein bestimmtes Handelsobjekt zu liefern bzw. abzunehmen ist (Verpflichtung auf beiden Seiten). Die Financial-Futures wie beispielsweise Aktienindizes (z.B. DAX-Future oder Dow Jones-Future) tritt anstelle einer tatsächlichen Lieferung die Verpflichtung zur Leistung einer Ausgleichzahlung in Geld, da sich Dow Jones oder Dax nicht liefern lassen. Mehr als 90% aller Future-Kontrakte werden nicht erfüllt, sondern zu einem vorherigen Zeitpunkt glattgestellt. Wenn Sie im Rahmen von Daytrading mit Futures handeln wollen, gibt es die beiden oben beschriebenen Möglichkeiten: Wenn Sie long gehen, weil Sie mit steigenden Kursen rechnen, kaufen Sie einen oder mehrere Kontrakte mit der Absicht, diese bei höheren Kursen wieder zu verkaufen. Sie befinden sich in diesem Moment in der sogenannten Long-Position. Derjenige, der Ihnen die Kontrakte verkauft, rechnet mit einem Kursrückgang und befindet sich damit in der Short-Position. Wenn Sie jedoch mit fallenden Kursen rechnen und short gehen, werden Sie einen oder mehrere Kontrakte verkaufen (sogenannter Leerverkauf), um diese bei einem niedrigeren Kurs wieder mit Gewinn einkaufen zu können.
Weitere Infos zum Daytrading
Unter dem Begriff des Daytrading wird eine spezielle Spekulationsart an der Börse bezeichnet, bei der Kursschwankungen innerhalb eines Tages ausgenutzt werden, um kurzfristige Gewinne zu erzielen.
Das Daytrading ist bereits seit einigen Jahren möglich, seit die Wertpapiere nach ihrem Kauf an der Börse sofort online in das Wertpapierdepot des Kunden eingebucht werden. Wurden die Papiere früher als Urkunden an die neuen Besitzer weitergereicht, wird heute die Girosammelverwahrung genutzt, die ein schnelles Ein- und Ausliefern der Papiere ermöglicht.
Die Ausführung von Wertpapiergeschäften, egal ob es sich um Aktien-, Zins- oder Devisengeschäfte handelt, ist dabei binnen weniger Sekunden möglich. Sowohl Direktbroker als auch die Filialbanken bieten ihren Kunden hierfür die Möglichkeit, Wertpapiergeschäfte oder Aktivitäten am Forex-Markt online abzuwickeln, so dass ein Besuch in der Bank oder aber ein Telefonat nicht mehr nötig sind. Wurde der Kauf abgewickelt, kann binnen kurzer Zeit auf Wunsch wieder der Verkauf eingestellt werden. Auch professionelle Broker erzielen so kurzfristig hohe Kursgewinne, zum Beispiel durch die Ausnutzung unterschiedlicher Kurse an verschiedenen Börsen. Zudem variieren die Kurse von Aktien, Devisen und anderen Wertpapieren zum Teil so stark, so dass das Ausnutzen von Kursunterschieden im Daytrading immer möglich ist.
Daytrading war bisher vornehmlich auf den Aktienhandel beschränkt. Immer häufiger wird der Handel jetzt aber auch im Devisengeschäft vorgenommen, wo ebenfalls geringe Kursunterschiede für hohe Gewinne sorgen können. Der Forex-Handel, wie der Devisen-Markt genannt wird, bietet dabei die Möglichkeit, rund um die Uhr zu handeln und auch Kursunterschiede in anderen Ländern nutzen zu können. Der Forex-Markt bietet im Vergleich zum Aktienmarkt zudem den Vorteil, dass Gewinne im Daytrading hier auch dann erzielt werden können, wenn die weltweiten Wertpapierbörsen im Minus tendieren.
Immer mehr Anleger wollen aufgrund der großen Möglichkeiten im Daytrading dieses ebenfalls nutzen. Als Voraussetzung für das Daytrading ist lediglich ein Internetfähiger PC sowie eine professionelle Software benötigt, mit der Kauf- und Verkaufaufträge in sekundenschnelle abgewickelt werden können. Eine professionelle Software zeigt Anlegern zudem auf den ersten Blick alle offenen Aufträge und kann anhand von Charts und weiteren wichtigen Wirtschaftsdaten Chancen aufzeigen. Realtime-Kurse sind dabei ebenso wichtig wie aktuelle News aus der Finanz- und Unternehmenswelt, denn nur mit ihnen können Aufträge sofort ausgeführt werden.
Das Erlernen des Daytrading ist dabei nicht schwer, Anleger benötigen lediglich etwas Gespür für kommende Kursveränderungen. Handels- oder Tradingsignale, die von professionellen Händlern herausgegeben werden, können den Handel zusätzlich erleichtern. Um einen ersten Einblick in das Daytrading, die Abwicklung sowie die Gewinnmöglichkeiten zu erhalten, bieten viele Broker eine Demoversion ihrer Software, mit der Anleger erste Erfahrungen sammeln können.
Trotz aller Chancen, die es im Daytrading gibt, sollten Anleger jedoch nie die Risiken vergessen, denn ebenso wie hohe Gewinne sind auch hohe Verluste möglich.
Börsenlexikon
 
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